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8 Tage-Reise nach Arran, Campbeltown, Islay und Jura

...... immer wieder auf die grünen Inseln.


Moderator: Moderatoren

8 Tage-Reise nach Arran, Campbeltown, Islay und Jura

Beitragvon Ivan » 17.01.2010, 22:52

Salü zäme

Schon letztes Mal vorgehabt, jetzt nehme ich mir endlich die Zeit, einen ‚kurzen’ Bericht über unsere letzte Reise ins gelobte Land niederzuschreiben. Falls jemand mehr Infos, Fotos, Tipps, usw. wünscht, einfach melden!

Kurzbeschrieb: In 8 Tagen (Samstag – Sonntag) reisten wir vom 02.01. bis zum 10.01.2010 nach Schottland. Schwergewicht war diesmal die südlichen Inseln und Campbeltown. Genauer - Flug nach Edinburgh, Arran, Campbeltown, Islay, Jura, Oban, Stirling und zurück nach Edinburgh, bzw. Flug nach Zürich.

Um es gleich vorwegzunehmen: Wir hatten noch nie so schönes Wetter! 6 Tage Sonne pur, beinahe wolkenloser, blauer Himmel vom Sonnenauf- bis Untergang! Während wegen Schnee z.B. in England Flughäfen geschlossen wurden, Altnaharra in den Highlands mit -22 °C der kälteste Ort auf der ganzen Insel war, an etlichen Orten das Chaos herrschte oder gar von der Aussenwelt abgeschnitten waren, hatten’s wir einfach super. Temperaturen in der Grössenordnung -4 °C bis +4°C, weite Teile des Landes mit weissem Puderzucker überdeckt. Die Sonne ging der Jahreszeit entsprechend leider etwas früh unter. So ab 16.00 – 16.30 Uhr war nicht mehr viel mit besichtigen oder fotografieren. Dafür waren gemütliche Stunden in den angeschriebenen Häusern angesagt. Damit haben wir uns abgefunden :wink:

Samstag: Unsere Reisen beginnen meist identisch. Flug nach Edinburgh. I.d.R. mit der Fluggesellschaft ‚bmi’, die bieten für vernünftiges Geld Direktflüge an, diesmal aus terminlichen Gründen KLM (auch das war unser Glück – London Heathrow war während unserer Rückreise geschlossen.) Danach Mietwagen fassen und ins 1. vorgebuchte B&B in der Nähe des Botanic Garden. Den Rest des Tages genossen wir mit Städtebummel, Shopping, nach dem ersten ‚Scotish- oder Local Ale’ und einem Nachtessen Verdauungsmarsch über die Royal Mile zum Schloss, usw…

Sonntag war das Reiseziel Arran. Zu dieser Jahreszeit gilt ein spezieller Fahrplan für Fähren. Deshalb war für uns klar, dies empfehle ich jedoch auch im Sommer, alle Fähren sind vorgebucht! Noch etwas Reiseproviant einkaufen und los geht’s. Vorbuchung, Termin, Tickets, alles bestens, wir erreichten pünktlich via Ardrossan unsere 1. Insel im Hafen von Brodick. Noch ein Hinweis für die Fähren: 45 Minuten vor Abfahrt ist Check-In. Unbedingt an diese Zeiten halten. Die Fähren fuhren eher 5 Min. früher als später… Von Brodick fuhren wir auf der einzigen Strasse quer über die Insel nach Machrie an der Westküste. Es erwartete uns ein herrlicher Ausblick über den Kilbrannan Sound zur Halbinsel Kintyre. Dazu ein Spitzen-B&B von Douglas Johnston, übrigens das einzige B&B auf dieser Seite der Insel. Von hier war es dann auch nicht weit zum nächsten Ziel, den Machrie Moor Stone Circles, wo wir den Sonnenuntergang genossen, der die umliegenden Hügel mit dem Schnee, die Steine und die Flora in unwirklichen Farben erscheinen liess. Nach einer Umrundung des südlichen Inselteils assen wir gemäss Tipp von Douglas im Hotel (Name vergessen - einziges Hotel) in Blackwaterfoot. Den Abend liessen wir in unserer Unterkunft ausklingen, wo wir Douglas noch zu einem Dram einladen konnten und er uns etwas über sich und die Insel erzählte.

Montag: Nicht ohne Grund wird Arran als Schottland-Miniatur gepriesen. Im Süden Wiesen wie in den Lowlands und im Norden eher karge Landstriche, wie in den Highlands. Dies bestätigte sich auf der Fahrt nach Lochranza, der Ostküste entlang. Vorbei an Mauerresten, der auch hier stattgefundenen ‚Clearances’, über highland-ähnliche Hügel und Glen’s zur Destillerie Arran, wo wir von Campbell und Robin erwartet wurden. Wie alle von uns in dieser Woche besuchten Destillerien war noch nichts in Betrieb. Weihnacht/Neujahr sind immer grosse Ferien angesagt. Nichts destotrotz wurden wir unter fachkundiger Begleitung durch alle Räume, inkl. Warehouse, geführt. Mit viel Geduld wurden alle Fragen beantwortet und als wir draussen standen und Richtung Wasserquelle spähten, zog doch just in dem Moment ein (oder der?) Adler über den Hügeln seine Kreise. Unvergesslich! Nach einigen Drams nach Herzenslust und dem obligaten Shopping mussten wir schon auf die Fähre. Der einzigen an diesem Tag. Nach dem ‚Picture’ vom Lochranza Castle ging es nach Tarbert. Etwas mehr als eine Stunde dauerte die Überfahrt und wir waren bereits unterwegs nach Campbeltown. Diesmal auf der Ostseite der Halbinsel, was sich aber nicht lohnte. Auch Campbeltown selber - irgendwie werde ich nicht ‚warm’ in dem Ort - hinterlässt jedes Mal einen etwas heruntergekommenen Eindruck auf mich. Sei’s wies will, im Ardshiel Hotel fanden wir etwas feines zu essen und die Bar darf sich auch sehen lassen. So erfreuten u.a. ein Convalmore 1960 (36yo), Glenrothes 30 yo, Hillside 1971 (25 yo) und ein Brora 1982 (20 yo) für wenig mehr als 35£ unsere Gemüter! Wir blieben etwas länger…

Am Dienstag Morgen stand natürlich Springbank auf dem Programm. Wiederum wurden wir herzlich empfangen und durch alle Räume geführt. Warm wurde es dann schnell im nicht geheizten Clubraum hinter dem Eaglesome-Geschäft. 6-7 feine Drams aus der Range von Springbank, Hazelburn, Longrow und Kilkerran und zum Abschluss noch ein Laphi von Cadenhead’s. Leider nichts von den kommenden Neuerscheinungen. Ach ja, ich verzichte hier auf die Auflistung aller Neuerscheinungen. Diese können hier:

http://houseofsinglemalts.ch/diverse/Newsletter_01_10.pdf

nachgelesen werden oder direkt bei mir erfragt werden. Danach ging’s wieder den Stiefel hoch nach Kennacraig, wo die Fähre uns im perfekten Winterwetter nach Port Askaig schipperte. Schneebedeckte, glänzende Paps of Jura und klare, ‚sichtige’ Luftverhältnisse. So wurden wir auf Islay empfangen. Unser B&B war in Bowmore vorgebucht. Hier gäbe es sicher noch interessantere Varianten von Port Charlotte bis Port Ellen, aber aus Rücksicht auf den Fahrer, damit der auch einmal in den Genuss eines feinen Ale’s kommt, entschieden wir uns für Bowmore – Danke Jungs! Die Unterkunft war einfach aber ausreichend. Die Zeit reichte gerade noch für einen Besuch der gleichnamigen Destillerie. Die drei Girls im modernen, sehr touristischen Visitor-Center waren zwar intensiv mit der Preisanpassung der Alkoholsteuern im System beschäftigt, liessen uns aber nicht stehen. Unkompliziert kamen wir in den Genuss eines kleinen Tastings, begleitet vom Werbefilm über Bowmore. Mit nach Hause kam eine Flasche aus der auf 3000 Fl. limitierten Maltmen’s Selection.

Der Mittwoch war wohl der intensivste Tag unserer Ferien. Früh raus, Sonnenaufgang beim Kildalton Cross geniessen und dann zurück in die Gemäuer von Laphroaig. Nach der Tour, langsam wissen alle unserer kleinen Reisegruppe wie Whisky gemacht wird :wink: der bald normale vormittagliche Apero. Diesmal in Form des Laphi Quarter Cask und 18 Years. Im Shop leider keine Spezialabfüllungen, wie z.B. alte Bottlings vom Feis Isle. Dafür waren wir schlicht zu früh im Jahr (oder zu spät) dran. Nach ein paar ‚Pictures’ rund um Lagavulin und dem Dunnyvaig Castle begaben wir uns nach Ardbeg. Offiziell noch geschlossen und darum auch nicht im vielgelobten Café eingekehrt, durften wir uns trotzdem im Shop umsehen. Erster Blickfang ein Ardbeg Single Cask 1998! Der Preis von irgendwo um 180£ (!) machte diese Flasche für uns wieder ziemlich uninteressant. Und während wir so einige Klamotten anprobierten, stand doch plötzlich eine sehr nette Dame (Name leider vergessen) mit ein paar Gläsern neben uns. ‚Es sei nun endgültig die letzte Flasche des Lord of the Isles’, ob wir gerne noch davon kosten würden. Naja – wie soll ich’s sagen – wir haben uns durchgerungen und halt mit einem Gläschen dieses 25-jährigen Ardbegs auf die Destillerie und noch viele schöne Abfüllungen angestossen… Dass diese Geste allen gefallen hat, sah man schliesslich auch an den Taschen, die wir mit hinaus getragen haben. Wieder unterwegs, hielten wir zum Lunch am Loch Indaal und sinnierten über Krannah Dubh, dem einstigen Bewohner dieses Lochs. Die See blieb aber unglaublich ruhig und die Sonne glitzerte silbern auf den leichten Wogen. Danach folgte der Besuch auf der Farm, wo der westlichste Islay-Single Malt hergestellt wird, Kilchoman. Herzig eingerichtet und lässiges Zubehör, von dem einiges mit in die Schweiz kam. Da wir die Abfüllungen demnächst in der Schweiz erwarten, liessen wir die Flaschen selbst im Shop stehen. Geniessen konnten wir die (lohnenswerten) Drams bereits im Lochside Hotel, das auch eine gut bestückte Bar hat. Die nächste Station hiess Bruichladdich. Dort wurden wir Zeugen, wie Reparaturen an einer Wash-Still in Schottland angegangen werden. Kurzerhand bricht man ein riesiges Loch aus der Mauer und spediere so die Pot-Still ins Freie zum Abtransport. Ein kurzer Rundgang durch das Visitor-Center und ab nach Portnahaven. Hier blieb uns die Einkehr im angepeilten Pub leider verwehrt. Wegen zu geschlossen. Dafür einen atemberaubenden Sonnenuntergang mit Blick bis nach Nordirland. Auf der Heimfahrt machten wir dafür Halt im Port Charlotte Hotel. Ebenfalls eine gemütliche Adresse. Wie alle Abende verbrachten wir diesen auch in Bowmore, vor allem im Lochside-Hotel. Auch das Harbour-Inn (etwas gehobener und teurer) oder Hotel Bowmore sind durchaus ein Besuch wert.

Donnerstag: Die einzige Fähre, die wir nicht gebucht hatten, führte uns von Port Askaig nach Feolin auf Jura und zurück. Fahrzeit ca. 10 Min. Und wenn voll belegt oder wie wir 2 Minuten zu spät, wartet man halt auf die Nächste. Das Warten überbrückten wir mit einem Besuch von Caol Ila. Genau wie bei Lagavulin war nix los. Ein paar ‚Pics’ und fertig. Auf Jura genossen wir die Fahrt über Land. Touri-mässige Fotos mit Wild, im Hintergrund die schneebedeckten Paps. Ziel war Craighouse, ein kleines, verschlafenes Nest und Heimat der Jura-Destillerie. Leider ebenfalls noch in Feiertagsstimmung. Alles geschlossen, Rundgang auf eigene Faust auf dem Brennereigelände für Fotos nicht erwünscht. Keiner der anwesenden Arbeiter konnte oder wollte uns behilflich sein. Dies die schlechteste Erfahrung unseres Trips. Zurück auf Islay besuchten wir die Ruinen Finlaggan, dem einstigen Sitz der Lord of the Isles, bevor wir bei Bunnahabhain erwartet wurden. Führung durch die Gemäuer mit allen erdenklichen Details über Produktion, Ausbau, usw. Staunen über die enormen Dimensionen. Ich glaube, so grosse Pot Stills habe ich noch nie gesehen! Im Warehouse dann eine interessante Entdeckung: Von einer etwas abseits liegenden Reihe Fässer war mindestens auf dem Vordersten der Name Tobermory. Gibt es demnächst vielleicht einen Tobermory im Islay-Cask gefinisht? Unser Guide zuckte mit einem Lächeln mit den Schultern und wechselte das Thema zum Bunna 12 yo. Dieser soll gemäss seinen Angaben demnächst knapp werden. Als erstes verschwindet er vom Duty Free Markt. Dafür sei der Darach Ùr eingeführt worden. Und wenn das auch nicht reiche, werde er wohl nicht mehr sofort und immer verfügbar sein. Die Vorräte hierfür seien momentan zu klein. Ob das wohl stimmt? Mindestens der zweite Teil wird wohl nicht heute und morgen eintreffen. Soeben wurde ja ein neue Aktion mit verschiedenen Labels gestartet. Das abschliessende Tasting mit dem Bunna Mòine und Manzanilla gehörte natürlich ebenso dazu, wie der Marsch zum Schiffswrack am Strand gleich um die Ecke der Destillerie. Beinahe per Zufall stolperten wir noch über die Mikro-Brauerei ‚Islay Ales’. Ein Kleinbetrieb mit 5 (Teilzeit-)Angestellten und köstlichen, von A-Z von Hand produzierten Bieren, ganz in der Nähe von Bridgend. Ebenfalls ein Abstecher wert.

Freitag: Noch schnell etwas Proviant gekauft und ein letzter Atemzug des einzigartigen Geruchs von Port Ellen und ab auf die Fähre. Im Sonnenaufgang vorbei an den drei südlichen Destillerien Laphroaig, Lagavulin und Ardbeg nach Kennacraig. Wir waren zwar die Einzigen, die den traumhaften Anblick vom Sonnendeck aus genossen, hatten aber alle ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen. Irgendwann kommen wir wieder! Von Kennacraig fuhren wir nach Oban. Von mir aus ein ‚must’ auf jeder Reise, die an die Westküste führt. Der Ort hat für mich eine gute Grösse. Viele B&B’s, Shopping- und Ausflugsmöglichkeiten, diverse Pubs, usw. Hier möchte ich einzig das Restaurant Cuan Mòr hervorheben! Wir haben auf der ganzen Reise gut gegessen. Ein, zwei Mal nur gut, vielfach sogar sehr gut. Aber dieses Restaurant verdient das Prädikat ‚Bestes der Reise’. Wir haben uns vor allem von allerlei Meeresgetier ernährt, so auch hier. Ein Besuch lohnt sich definitiv. Zu finden ist das Restaurant ganz einfach. Vom Harbour-Inn, dem Pub am Hafen (rote Fassade, unübersehbar), ein Steinwurf Richtung Kolosseum (ebenfalls unübersehbar). Negativ in Oban war dieses Jahr, dass auffallend viele Geschäfte und Häuser leer und zum Verkauf standen.

Am Samstag hiess es dann schon wieder Koffer packen. Wir beschlossen, statt über den Loch Lomond und danach die Glengoyne Destillerie ‚oben rum’ über Dalmally und Crianlarich nach Crieff zu Glenturret zu fahren. Der Shop, bzw. das Angebot der ältesten Destillerie war wie zu erwarten (leider) ganz auf den sehr beliebten Blend ausgerichtet. Famous Grouse Black, Snow, Port, verschiede Alter, usw... Nur drei Single Casks von 14 – 16 Jahren als Glenturret und diese für meinen Geschmack zu teuer. Ein paar Pics und schon waren wir wieder ‚on the road’. Stirling hiess uns am Nachmittag mit leichtem Schneefall willkommen. Gutes, ruhig aber trotzdem zentrumnah gelegenes B&B gefunden, etwas Shopping und weil wir Castle, Wallace-Monument und so schon gesehen haben, gemütliches Essen, für einmal in einem Steak-House, und Ausklingen der Ferien. Stirling hat bei uns die undankbare Aufgabe, immer den Schluss der Ferien zu bedeuten. Von hier sind wir schnell auf dem Flughafen in Edinburgh.

Sonntag – Rückflug.

Beste Grüsse
Ivan
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