Cask88

dies und das halt.

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Martin
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Cask88

Beitrag von Martin » 25.03.2020, 21:13

Geschätzte Forumianer

Ich hoffe, Ihr seid alle wohlauf und geniesst in diesen schwierigen Zeiten den einen oder anderen guten Dram Whisky.

Kürzlich bin ich im Internet auf einen Whiskybroker "cask88" gestossen:
https://www.cask88.com/

Kennt Ihr diesen Anbieter? Was ist generell Eure Erfahrung mit solchen Anbietern?

Bin gespannt, von Euren Erfahrungen zu lesen.

Slainte mhath - dies hat aktuell eine umso grössere Bedeutung

Martin

Ichiro
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Re: Cask88

Beitrag von Ichiro » 16.04.2020, 21:23

Hallo Martin

Ich habe selber noch nie bei Cask88 ein Fass gekauft (macht man ja auch nicht jeden Tag :D ). Vor einiger Zeit habe ich mich aber auch mal erkundigt und bin auf dem Mailverteiler gelandet.

Soweit man im Netz Informationen findet, ist es ein seriöser Anbieter mit einer rechten Breite an Fässer. Bei 2000 Pfund für einen New Make gehts los, das ist dann aber wohl die D-Liga Brennerei.

Letzte Woche ist gerade wieder ein neuer Newsletter gekommen wo sie die neuen Angebote präsentieren, z.B. ein 2-jähriges Caol Ila Cask oder ein 23-jähriger Benriach Port Pipe. Preis auf Anfrage. Die Lagerung ist dann wiederum einige 100 Pfund im Jahr. Sample sollen jederzeit bezogen werden können, um den Fortschritt beurteilen zu können.

Also sicher spannend so ein eigenes Cask zu haben, aber braucht Zeit und Geld. Ob sich aber der ganze finanzielle und organisatorische Aufwand lohnt um zu einer eigenen Abfüllung zu kommen kann ich nicht beurteilen.

Aus welcher Brennerei würdest du den am liebsten ein Cask haben wenn du wählen könntest? Was wäre dein Ziel mit dem Cask (lange lagern, gleich abfüllen, ...)?

Gruess
Reto

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Re: Cask88

Beitrag von Philipp » 21.04.2020, 08:34

Hallo zusammen
Ichiro hat geschrieben:
16.04.2020, 21:23

...
Soweit man im Netz Informationen findet, ist es ein seriöser Anbieter mit einer rechten Breite an Fässer. Bei 2000 Pfund für einen New Make gehts los, das ist dann aber wohl die D-Liga Brennerei.

...
Für eine D-Liga-Brennerei sind meiner Meinung £ 2000 für Neu Make zu hoch. Ich habe seit ein paar Jahren ein Fass Ardmore zusammen mit Freunden beim Whiskybroker. Vor ein paar Wochen habe ich eine aktuelle Liste mit Fasspreisen gesehen. No-Name-Brennereien waren dabei deutlich tiefer, selbst für, sagen wir mal etablierte D-Liga-Brennereien bekam man ein zweijähriges Fass noch unter £ 2000. Ich finde Martin (Amstrong) macht einen guten Job und ist/war mit den Preien, auch für seine Abfüllungen, immer fair. Auch sind die Mitteilungen und der Service sehr gut.

Die Frage, ob sich solche Sachen lohnen, kann man eigentlich nur beantworten, wenn man weiss, was derjenige erwartet. Die Hauptsache beim Whisky sollte mM Spass sein. Und Spass ist es auf jeden Fall, aber man muss sich bewusst sein, es kann auch mal in die Hose gehen. Meine erste Fassbeteiligung war vor 16 Jahren an einem PC. Der wurde letztes Jahr abgefüllt und ja das hat sich sicherlich gelohnt. Auch war und bin ich an anderen Whiskys beteilligt. Gerade haben Freunde und ich zwei Fässer gekauft. Es macht einfach Spass. Während Jahren wartet man, je nach Konstellation bekommt man Fassproben und kann die Entwicklung verfolgen, manchmal aber auch nicht, da sieht man erst das Endresultat. Zu beachten ist, dass man eine schlaue Regelung über das Vorgehen mit dem Fass trifft, insbesondere sollte man schauen, was passiert, wenn jemand nicht mehr auf Kontaktaufnahmen reagiert. Darum steht für mich eine Teilung mit nahen und guten Freunden zur Zeit im Vordergrund. Das Finanzielle ist mit mehreren Leuten machbar, man sollte beachten, dass bei einem Barrel nach zehn Jahren immer noch rund 180 Liter Schnaps vorhanden sind. Bei 6 Leuten 30 Liter pP. Auch sollte man schauen, wie man das Zeugs dann schlussendlich in die Schweiz bringen kann. Es ist natürlich klar, dass die Preise sich in den letzten Jahren stark geändert haben, aber man bekommt immer noch spannende, bezahlbare Sachen.

Fässer, welche ich gerne hätte (aber kaum bekomme bzw. zu teuer sind) z.B. Springbank, Longrow, Killkerran, Glenfaclas...

Gruss
8)

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Re: Cask88

Beitrag von Martin » 22.04.2020, 09:52

Lieber Reto, lieber Philipp

Besten Dank für Eure Antworten. Mir ging es in erster Linie um die Bestätigung, dass es sich um einen seriösen Anbieter handelt. Generell sind dessen Preise schon eher im oberen Segment angesiedelt.

Meine Motivation ist dieselbe wie bei Philipp. Zusammen mit drei Freunden haben schlicht sehr viel Freude daran, die Entwicklung eines Whiskies mitzuverfolgen und zu experimentieren. Von dem her lohnt sich der ganze Aufwand ohne weiteres, weil es einfach Spass macht. Bislang haben wir uns auch bei Whiskybroker "bedient", vor allem auch, weil es sehr angenehm ist. Die Kommunikation ist sehr einfach und transparent.

Speziell interessier bin/wäre ich an Fässern von Glenfarclas, Bowmore, BenRiach und sonst noch ein paar tolle Sachen. Leider aber sind solche praktisch nie verfügbar. Letztens hätte ich fast die Hand an einem Glenfarclas-Fass gehabt. Allerdings ging der gesamte Stock dann kur vor dem Abschluss weg.

Nochmals danke für Eure Antworten!

Slainte

Martin

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Re: Cask88

Beitrag von Ichiro » 23.04.2020, 20:36

Philipp hat geschrieben:
21.04.2020, 08:34

Auch sollte man schauen, wie man das Zeugs dann schlussendlich in die Schweiz bringen kann.
Spannender Punkt, welcher mich schon lange Wunder nimmt. Wie bringst du die 250 Flaschen oder so in die Schweiz? Transport, Verzollung?

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Re: Cask88

Beitrag von Tauti » 24.04.2020, 14:24

Ichiro hat geschrieben:
23.04.2020, 20:36
Spannender Punkt, welcher mich schon lange Wunder nimmt. Wie bringst du die 250 Flaschen oder so in die Schweiz? Transport, Verzollung?
Entweder Importeur in der Schweiz anfragen oder via den Fasshändler (Whiskybroker kann das mW auch arrangieren)
Die Kosten für Alkoholsteuer und MwSt können dann den eigentlichen Fasspreis ohne Weiteres übertreffen.

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Re: Cask88

Beitrag von Ichiro » 27.05.2020, 22:27

Für diejenigen die an einen Fasskauf denken, wäre das eine Chance auf ein Islay Fass. Mit dem Auktionsverfahren wirds aber sicher kein Schnäppchen.
https://kilchomandistillery.com/distill ... e0bf89c5d1

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Re: Cask88

Beitrag von McPeat » 02.06.2020, 11:28

Hallo Zusammen,

Ich bekomme regelmässig Angebote von verschiedenen Fassbrokern. Bei den Preisen ist da alles zwischen GBP 1,200 und GBP 1.5 mio dabei. Cask88 ist, im Vergleich zu anderen Brokern, am teureren Ende des Spektrums für vergleichbare Fässer.

Wie schon von Philipp gesagt, sollte es beim Kauf hauptsächlich um Spass gehen. Dann lohnt sich oftmals eine Fassteilung zwischen Freunden, besonders, wenn man das Fass regelmässig probiert und sogar mal besuchen kann.

Der Import ist nicht kompliziert, aber auch nicht günstig. Zu den Versandkosten kommen MwSt. und Monopolgebühr. Diese beträgt CHF 29 pro Liter reiner Alkohol. Bei einem Fasstarken Whisky also ca. Fr. 10 bis Fr. 12. pro Flasche.

Die jährlichen Lagerkosten variieren zwischen GBP 15 und GBP 150, je nachdem, bei wem das Fass liegt.

Falls ihr Fragen zum Import habt oder etwas bestimmtes sucht, könnt ihr mir gerne eine PN senden.

Liebe Grüsse
Christian

Philipp
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Re: Cask88

Beitrag von Philipp » 02.06.2020, 13:23

McPeat hat geschrieben:
02.06.2020, 11:28
[...]

Ich bekomme regelmässig Angebote von verschiedenen Fassbrokern. Bei den Preisen ist da alles zwischen GBP 1,200 und GBP 1.5 mio dabei. [...]
Ha, Christian, jetzt nimmt es mich aber schon noch wunder, was man für 1.5 Mio bekommt. Brora, Ardbeg oder was?

8)

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Re: Cask88

Beitrag von McPeat » 02.06.2020, 15:25

Philipp hat geschrieben:
02.06.2020, 13:23
McPeat hat geschrieben:
02.06.2020, 11:28
[...]

Ich bekomme regelmässig Angebote von verschiedenen Fassbrokern. Bei den Preisen ist da alles zwischen GBP 1,200 und GBP 1.5 mio dabei. [...]
Ha, Christian, jetzt nimmt es mich aber schon noch wunder, was man für 1.5 Mio bekommt. Brora, Ardbeg oder was?

8)
Hi Philipp,

Da gab es sogar zwei für 1.5 mio. Einmal Brora 1972 ( irgendwie noch nachvollziehbar :roll: ) und einmal einen 1970, 50 jährigen Glenlivet :lol: ….

Gruss Christian

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