And now for something completely different?

dies und das halt.

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Lukas
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And now for something completely different?

Beitrag von Lukas » 17.05.2019, 09:44

Da ja das Thema Gin angesprochen wurde und ich davon absolut keine Ahnung habe, mal ein paar Fragen an die Ginliebhaber?

Gibt es unterschiedliche Arten von Gin (in Herstellung und Geschmack)?

Gibt es qualitative Unterschiede und weshalb?

Wird er nur mit Tonic oder auch anderem gemischt?

Kann man Gin pur trinken ohne eine Wäscheklammer auf der Nase?

Falls pur, wird er gekühlt getrunken?

Wie verbreitet und gut ist fassgelagerter Gin?

Welchen Gin und wie getrunken würdet Ihr mir empfehlen, wenn ich weder Tonic noch Wachholder besonders mag?

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tromby
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Re: And now for something completely different?

Beitrag von tromby » 17.05.2019, 10:05

Also doch neu auch "Gin-Forum"? :wink:
Lukas hat geschrieben:Gibt es unterschiedliche Arten von Gin (in Herstellung und Geschmack)?
Ich verstehe zwar auch kaum etwas von Gin. Aber ein wenig ja: Gin wird aus Getreide oder Melasse hergestellt. Die Ausgangslage ist üblicherweise ein "Neutral-Alkohol" (Korn, Vodka, New Make oder Rum).

Diverse Gin-Produzenten (v.a. auch in der Schweiz) stellen diesen Neutralalkohol nicht selber her, sondern kaufen ihn ein, um ihn dann selber weiterzuverarbeiten.
Es gibt übrigens eine schöne kurze Zusammenfassung über Herstellung und Sorten von Gin bei Charles Hofer SA:
https://www.charleshofer.ch/ueber-gin/
Lukas hat geschrieben:Welchen Gin und wie getrunken würdet Ihr mir empfehlen, wenn ich weder Tonic noch Wachholder besonders mag?
Da liegt wohl die Krux: Es wird mit allen möglichen Kräuter-Rezepturen experimentiert und jeder Gin-Hersteller hat da so sein Geheimnis. Aber Wachholder ist halt zentraler Bestandteil...
Lukas hat geschrieben:Kann man Gin pur trinken ohne eine Wäscheklammer auf der Nase?
:lol:
Ein grosser Teil in meinem Umfeld liebt Gin. Und dann gibt es eine kleine Gruppe, die kann das Zeugs kaum trinken (ich! Lukas?).
Mein Fazit: Man ist "ginaffin" oder "ginophob". Dazwischen gibt es wohl nicht viel...

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Kilt73 » 17.05.2019, 13:05

Ich bin auch ein Gin-Greenhorn und kann den Hype (noch) nicht so nachvollziehen. Wahrscheinlich eben genau darum, weil ich mich noch nicht gross befasst habe mit Gin. Dasselbe gilt auch für Rum. Nichtsdestotrotz steht auch bei mir eine Gin Flasche rum (Wortspiel!), nämlich The Botanist (Islay Dry Gin). Den hab ich beim Besuch von Bruichladdich kennengelernt und für sehr gut befunden. Gelegentlich mag ich einen erfrischenden Gin Tonic und für das ist The Botanist prima. Aber genauso entscheidend ist es, ein gutes Tonic dazuzumischen. Mein Favorit ist Fever-Tree.

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Tauti » 17.05.2019, 13:12

Würde mich da eher bei den Ginophoben einreihen.

Der einzige Gin, der mir bisher geschmeckt hat, war der Harris Gin - Im Sommer - mit einem guten Tonic Water (Fever Tree), Sugar Kelp Zusatz und viel Eis.

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von WhiskyU » 17.05.2019, 13:59

Ich trinke gerne ab und zu einen Gin Tonic, da ich es eigentlich noch recht erfrischend finde.
Trotzdem kann ich aber den riesen Hype nicht verstehen. Ich hatte schon einige verschiedene Gins, da ich auch schon an Degus gearbeitet hab.

Bezüglich Sorten kann ich sagen, dass es noch mehr gibt, als die Dry Gins, welche den meisten geläufig sind, nämlich Sloe Gin (mit Schlehenbeeren) und Old Tom (leicht gesüsst) aber so wie ich es mitgekriegt hab bezieht sich der Hype vor allem auf Dry Gin.
Der Grund warum ich das Getöse nicht ganz versteh ist, dass obwohl die unterschiedlichen Gins ja mit sehr unterschiedlichen Botanicals aromatisiert werden, schmecken sie meiner Meinung nach alle recht ähnlich. Da kommt es mir nicht so darauf an, ob eine Flasche jetzt ein wenig Zitronenschalenaroma hat und die andere ein bisschen nach Rosenblüten riecht, wenn das überwiegende Aroma Industriealkohol ist, wie man es von Vodka kennt.

Da kommt dann halt der Mixer ins Spiel. Mittlerweile gibt es ja auch ein grosses Angebot an Tonic Waters und Ginger Ales und ich finde Gin in Verbindung mit solchen eigentlich recht erfrischend und easy drinking, was ich an diesem Drink auch schätze. Auch Cocktails auf Ginbasis bin ich grundsätzlich nicht abgeneigt, auch wenn ich allgemein eher wenig Cocktails trinke.

Viel mehr ist es für mich dann aber auch nicht.Gin ist für mich ein Schnaps zum Mischen und deshalb fällt es mir auch schwer einzusehen, was gewisse Leute in dieser Spirituose sehen, aber ich hab irgendwie das Gefühl, dass es vielen Whiskytrinkern so gehen wird.

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von barrelproof » 17.05.2019, 16:59

ich bin da ganz bei julian.. aus einer laune heraus war ich mal an einer gin degu (ullrich), das zeug schmeckte für mich alles ziemlich ähnlich.

einem gin tonic alle zwei monate bin ich aber nicht abgeneigt, auch gerne mit pfeffer und gurke. wenn ein gin tonic dann aber mit ordentlich gin, sonst ist mir das zu süss. dies bzgl kann ich die bar beim dynamo empfehlen, ein drink am freitag nach der arbeit und zack ist man im wochenende angekommen.

den hype kann ich wie julian nicht nachvollziehen, bisschen kräuter in ethanol einlegen ist mit der kunst des whiskies machen ja auch kaum zu vergleichen :twisted:

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von WhiskyU » 17.05.2019, 17:51

Lukas hat geschrieben:
Welchen Gin und wie getrunken würdet Ihr mir empfehlen, wenn ich weder Tonic noch Wachholder besonders mag?
Habe mal ein wenig bezüglich Gin und Wacholder recherchiert. Gibt anscheinend schon solche, bei denen dieses Aroma zurückgefahren wird. https://www.eyeforspirits.com/2011/06/2 ... n-dry-gin/

Tonic gibt es mittlerweile viele verschiedene, vielleicht magst du einfach das klassische von Schweppe's nicht. Sonst vielleicht auch mal mit Ginger Ale probieren?

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von WhiskyU » 17.05.2019, 17:55

Wie verbreitet und gut ist fassgelagerter Gin?
Die zwei, drei die ich bis jetzt hatte schmeckten ziemlich gleich wie ihre ungealterten Verwandten. Denke nicht, dass denen viel mehr als 6 Monate im Fass gegeben wurde.
Ein Beispiel, dass mir gerade einfällt ist der von Turicum.

Müsste man vielleicht abwarten, bis in diesem Bereich etwas kommt, das über längere Zeit gereift wird.

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Schnibel » 18.05.2019, 13:47

Hallo Zusammen

Da beim Gin fast alles erlaubt ist, gibt es da schon ziemliche Unterschiede. Bei manchen ist der Wacholder stark im Vordergrund, bei manchen sind es andere Botanicals.

Ich selber trinke ab und zu einen Gin, wir haben etwa 4-5 Stk. Zuhause, da meine Frau in den Genuss gekommen ist. Ich ziehe aber weiterhin Whisky dem Gin vor :-)

Spannen ist allerding mit den verschiedenen Tonics zu verkosten. Ich probieren den Gin immer zuerst ohne Tonic, aber auf Eis und dann gebe ich immer mehr Tonic dazu, bis er mir passt.

Folgende Gins kann weiterempfehlen:
Studer Gin
Monkey (einfach zu teuer)
Botanist
Edinburgh
Gin Le Tribute
Gin Silent Pool

um sicher zu gehen welches Tonic zu welchem Gin passt, gibt es bereits Apps welche das ideal Tonic Vorschlagen (Ginventory). Schlussendlich ist es aber wie beim Whisky Geschmackssache :-)

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von mad69 » 18.05.2019, 21:18

also ich habe mal gehört, dass Gin Tonic eigentlich mal eine Malariaprophylaxe sein sollte...

aber in gewissen Situationen gönne ich mir auch mal einen mit einem Fever Tree selbst ohne Anwesenheit von Stechmücken :shock:

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Cyril » 19.05.2019, 19:17

Für mich ist Gin Tonic der beste Longdrink überhaupt, v.a. im Sommer.
Mir gefällt der Deux Freres Dry Gin am besten. Dieser Gin wechselt die Farbe durch seine spezielle 25. Zutat, die sog. Anthocyane, durch Zugabe von Tonic Water je nach ph-Wert von einem tiefen blau, über violett hin zu rosa.
Beim Tonic Water am besten ausprobieren: Drinks of the World und drink.ch haben z.B. eine gute Auswahl.

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von fatboy » 20.05.2019, 12:00

Ich mag Gin -Tonic sehr gerne und habe auch 2-3 Gin zuhause. Meine empfehlung Gin Sul aus Hamburg.

Und wie auch schon erwähnt sehr wichtig ist ein gutes (passendes)Tonic. Da lohnt es sich ein bisschen auszuprobieren.
Meine Frau meinte auch immer dass sie Gin Tonic nicht gern habe, bis sie merkte dass es am Schweppes Tonic lag, das vor allem früher ja fast standart beim Gin Tonic war.

Natürlich hat Gin machen nichts mit der Kunst des Whisky herstellens zu tun. Die defenition von Gin ist ja eigentlich nur eine Spirituose mit Wachholdergeschmack und sonst sind alle Natürlichen Zutaten (Botanicals) erlaubt.
Also Alkohol (egal was, nur geschmacklos muss es sein) verdünnen auf 35-40%, mit Botanicals aromatisieren, nochmals Destilieren, auf Trinkstärke verdünnen. Fertig

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Philipp » 20.05.2019, 14:35

So mal zwischendurch ein Gin Tonic finde ich ok. Freunde von mir sind grosse GT-Trinker, die haben diverse Gins und Tonics. Da bekomme ich dann auch mal was vorgesetzt.

Abgesehen davon, vor einiger Zeit kam mal eine Serie (auf Arte?) die hiess "Inseln der Queen" oder so ähnlich. Unter anderem war da eine Sendung über Syke. Dort gibt es zwei Brüder (The Wilson Bros), welche auf der ganzen Insel alles mögliche an, wie heisst das so schön, Botanicals suchen und diese dann in ihrem Gin verwenden. Hier die Homepage: https://www.isleofskyedistillers.com/

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von Philipp » 20.05.2019, 14:36

Und dieses Wochenende habe ich garde noch einen ENGINE geschenkt bekommen, keine Ahnung, ob das was taugt.

http://engineworld.ch/

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Re: And now for something completely different?

Beitrag von dieb » 20.05.2019, 17:36

Philipp hat geschrieben:Und dieses Wochenende habe ich garde noch einen ENGINE geschenkt bekommen, keine Ahnung, ob das was taugt.

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Was für ne Frage! Der hat Gold bekommen. Der MUSS gut sein!

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